Fotografie gestapelter Trümmer auf dem Gelände der Pallasstraße 3-4
(heute Pallasstraße 5-6), aufgenommen von Herwarth Staudt am 12. Februar 1954 im Auftrag des Baulenkungsamtes Schöneberg.

Fotografie gestapelter Trümmer auf dem Gelände der Pallasstraße 4
(heute Pallasstraße 5), aufgenommen von Herwarth Staudt am 12. Februar 1954 im Auftrag des Baulenkungsamtes Schöneberg.

Der in vereinfachter Form wiederaufgebaute Sportpalast, Februar 1973.
Foto: Willy Pragher / Wikimedia Commons

Die Mehrzweckhalle in der Potsdamer Straße in Schöneberg bot 10.000 Gästen Platz. Seit 1910 fanden dort neben Sportveranstaltungen wie Eisschnelllauf, Eishockey, Reitturnieren, Boxkämpfen und dem Sechstagerennen auch Bälle und Konzerte statt. Düstere Berühmtheit erlangte der Berliner Sportpalast im Februar 1943, als Joseph Goebbels dort seine berüchtigte „Sportpalastrede“ hielt und den „Totalen Krieg“ ausrief.

Nach schweren Kriegsschäden wurde der Sportpalast wieder aufgebaut und fungierte weiterhin als Veranstaltungsort. Außer Sport wieder mit Konzerten von Jazz- und später auch Rockstars. Frank Zappa gab dort 1968 ein von Chaos und Aufruhr umgebenes Konzert. 1973 beschloss man den Abriss, da sich der Weiterbetrieb nicht mehr rentierte. An der Stelle wurde dort der als „Sozialpalast“ in die Berliner Geschichte eingegangene Wohnkomplex gebaut, der heute „Pallasseum“ heißt.

Fotografien der Wohnanlage „Wohnen am Kleistpark“ (später "Pallasseum") in der Pallasstr. 6, eines Parkplatzes in der Goebenstraße und der Potsdamer Str. 180 
vom 16. März 1979.

Das Pallasseum in den 1990ern