Christine Weber beschäftigt sich in ihren Gemälden mit der Darstellung von Modernität im Film. Durch Abstraktion entwickelt die Malerin aus einzelnen Filmeinstellungen Gemälde, die den Betrachter an die Wiedergabe von Zuständen filmischer Selbstreflexivität erinnern. Genau wie das Referenzmaterial, also die Filmaufnahme, beziehen sich die Bilder von Christine Weber auf die Darstellung einer Illusion. Aber die Künstlerin ermöglicht dem Betrachter durch das gemalte „Filmbild“ die Realität einer solch medial neuen Darstellung in ein Verhältnis zur Erinnerung an einen Film zu setzen. Auf diese Weise wird sichtbar, dass Erinnerung immer auch Erfindung, ein schöpferischer Prozess ist. Durch ihre Konsequenz beim Reduzieren von Bildinformation entsteht in Christine Webers Gemälden eine überraschend neue Perspektive auf szenographische Arrangements. Auf diesem Weg thematisiert die Malerin, die Instabillität in der Unterscheidung zwischem „nur Vorgestelltem“ und „tatsächlich Vorhandenem“. Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland ausgestellt und finden sich internationalen Sammlungen.